Nach der ersten Schockstarre der Städte und Kreise ist es nun bei allen angekommen: Das Sozialministerium hat einen Rückzieher gemacht, ergangene Bescheide sollen aufgehoben werden.
Außer Spesen nichts gewesen ... viele Kosten produziert, die nun die öffentliche Hand zu tragen hat, und viel Vertrauen in "den Staat" mal wieder zerstört.
Ja, vielleicht betraf es nur relativ wenige Menschen. Aber wenn ein grob rechtswidriges und absolut unlogisches Handeln des Staates nicht mal mehr ausreicht, um die Presse - in diesem Fall den NDR - zu motivieren, über das Unrecht zu berichten, dann sagt das viel über unsere Gesellschaft aus. Ich denke, als Journalist sollte man dazu in der Lage sein, nicht nur Mainstream auf niedrigstem Bildungsniveau zu liefern, sondern auch etwas komplexere Themen angehen zu können.
Egal - die Betroffenen haben sich gut organisiert und mit der Hilfe von Ehrenamtlern und Rechtsanwälten dem Staat die Stirn geboten. Und nicht zuletzt einem Mitarbeiter des Büros der Flüchtlingsbeauftragten des Landes SH ist es zu verdanken, dass doch noch ein Einlenken des Ministeriums erfolgte. Danke für den Einsatz!
